Vita


Hier erfahren Sie mehr über Andreas, seinen Werdegang und sein Team!

Bis kurz nach Andreas Geburt unterhielt sein Vater Ferdi, ehemaliger Vielseitigkeitsreiter und heute passionierter Fahrsportler, einen eigenen Reitbetrieb in Warendorf - Vohren, gab diesen dann aber auf. Trotzdem gab es immer ein Dutzend Reit- und Zuchtpferde bei den Ostholts. Da war es klar, dass auch Andreas und sein älterer Bruder Frank früh aufs Pferd kamen.

„Das war aber mehr eine Herumjuxerei als ernsthaftes Reiten“, erinnert sich Andreas. Im dritten Schuljahr kam Andreas Ostholt dann erst einmal über eine Schul-AG zum modernen Fünfkampf. Schnell wurde mehr draus. Als Sieger eines Malwettbewerbs, darüber amüsiert sich Andreas noch heute, erwartete Ihn als Preis ein halbjähriges Training bei Diplomsportlehrer Volker Hedrich, daraus wurde dann später die Aufnahme in eine feste Fünfkampfgruppe.

„Die nächsten Jahre bestimmte der Fünfkampf mein Leben“, erzählt Andreas weiter. “Ich nahm an Westfälischen- und Deutschen Meisterschaften, aber auch an Volksläufen teil. Als 13-jähirger siegte ich beim 10-Kilometer-Lauf in Gütersloh, gegen 18-jährige, was mich unheimlich motiviert hat. In der siebten Klasse umfasste das nachmittägliche Training mittlerweile drei Stunden mit Laufen, Schwimmen sowie Unterricht in den übrigen Disziplinen, hinzu kam der halbstündliche Hin- und Rückweg mit dem Fahrrad. Für mich war dies der Zeitpunkt, sich zu entscheiden: für den Fünfkampf oder den Reitsport.

Im Reitsport hatte ich inzwischen zwar ebenfalls kleinere Erfolge aufzuweisen, ernsthaft hatte ich mich damit aber noch nicht befasst. Mit 14 wechselte ich dann aber ganz zur Reiterei bzw. zur Vielseitigkeit. Mein erstes Pferd war der 1,80 Meter große Bajazzo. Mit ihm wurde ich beim westfälischen Landes-Nachwuchschampionat platziert ebenso bei den Westfälischen Meisterschaften und bestritt mit Sondergenehmigung meine erste Vielseitigkeitsprüfung Klasse L in Bielefeld, eine Sichtung für die Deutschen Meisterschaften. Die Deutschen Juniorenmeisterschaften in Engter 1995 beendete ich mit einer Verweigerung, allerdings war klar, dass ich mit meinem Bajazzo , der übrigens heute als Bleistiftzeichnung in unserer Küche hängt und somit nicht vergessen ist, keine große Zukunft haben würde. Die Deutschen Meisterschaften in Walldorf ein Jahr später bestritt ich dann mit Isola Ita, einem zur Verfügung gestellten Pferd.“

„Die Entscheidung, sich ganz dem Pferdesport zu verschreiben, fiel endgültig nach dem Abitur, während der Zeit an der Bundeswehrsportschule. Danach bot sich mir die Möglichkeit, eine Lehre zum Pferdewirt am DOKR-Bundesleistungszentrum zu absolvieren. Während dieser Zeit kamen auch Fifty-Fifty, Diablo und später Lady Lemon und Golden Polo in meinen Beritt.“ Mit allen Pferden bestritt er nicht nur Vielseitigkeits- sondern auch Dressur- und Springprüfungen. „Die Vielseitigkeit ist aber genau mein Ding!“, sagt Andreas Ostholt.

Diese Einstellung erwies sich als richtig: Im September 2000 beendete Andreas seine Lehre mit der „Stensbeck-Plakette“ und begann eine Ausbildung als Nachwuchsführungskraft bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). 2001 wurde dann eines seiner erfolgreichsten Jahre: Gleich zu Beginn gewann er beim Berufsreiterchampionat „vielseitiges Reiten“ in Kreuth die Bronzemedaille, kurz darauf gelang Ihm der Sieg bei dem CCI** Bialy Bor.

Weitere Platzierungen folgten, so dass sich Andreas Ostholt am Ende des Jahres auf Platz 25 der Weltrangliste als zweitbester Deutscher nach Andreas Dibowski wiederfand. In der nationalen Rangliste stand er 2001 auf Platz zehn. In der „Perspektivgruppe Vielseitigkeit“ der Andreas neben seiner Ausbildung bei der FN ab 2002 angehörte, hatte er eine besondere Aufgabe. Ihm oblag die Koordination der Sondermaßnahmen für seine Gruppe. 2004 begann Andreas dann ein Studium an der Sporthochschule in Köln zum Diplom-Trainer, welches er Mitte 2006 ebenfalls erfolgreich beendete. Ende des Jahres 2006 endete dann für Andreas die Zeit bei in der Perspektivgruppe und es wurde eine Neue gegründet.

Andreas, ist seit 2003 Sportsoldat der Bundeswehr und zog im April 2007 vom DOKR (Deutsches Olympiadekomitee für Reiterei) in die Stallungen der Sportschule Warendorf ein und übernahm dort die Leitung als sportfachlicher Leiter - Bereich Reiten. 16 Pferde gilt es dort im Schnitt täglich zu arbeiten. Dazu kommt das Training mit den anderen Sportsoldaten/Reitern, Teilnahme an nationalen und internationalen Prüfungen und Unterricht mit Nachwuchsreitern in Zusammenarbeit mit dem DOKR. In diesem Rahmen finden auch Lehrgänge in Warendorf statt.

Privat lebt Andreas heute wieder auf dem elterlichen Hof, zusammen mit Freundin Sabrina und dem gemeinsamen Hund Gustav; einem weiteren eigenen Vollblut-Wallach Akonnor sowie zahlreichen Fahrpferden seines Vaters, der heute begeisterter Kutschfahrer ist. Seinen Eltern Ferdi und Agnes möchte Andreas an dieser Stelle herzlich danken für die Unterstützung und Förderung. - Das gesamte Team und Andreas wünschen viel Spaß beim Erkunden der Seite und bedanken sich für das Interesse!

Bundeswehr Stiftung Deutsche Sporthilfe Deutsches Olympiade-Komitee für Reiterei e.V.